| Erneute Autonomieverhandlungen zwischen Tibet und China gescheitert |
| Projekte |
|
Aus den Klauen des Roten Drachen gibt es kein Entrinnen… Dieses Verhandlungsergebnis war voraussehbar sowie alle seit 2002 erfolgten Versuche über weitreichende Autonomieverhandlungen. China bekräftigte wiederholt keinerlei Zugeständnisse und mit den ewig mantrahaft abgespulten Parolen von einem Dalai Lama dem Separatisten, der die nationalen Interessen Chinas schädige, kommt man wirklichen Ergebnissen keinen Deut näher (was wohl auch Sinn der ganzen Aktionen ist)… ein Spiel auf Zeit. Immerhin haben sich die internationalen Pro Tibet Bezeugungen reduziert, China ist an der Weltwirtschaftskrise gewachsen, den Kotau vieler Nationen in selbstgefälliger Manier bereits gewohnt. Ein mittlerweile betagter Dalai Lama mit sichtlichen Ermüdungserscheinungen, seine Nachfolge ungesichert, unverminderte Zuwanderung von Han Chinesen nach Tibet, alles Trumpfkarten, die China hofft zur richtigen Zeit ausspielen zu können. Zudem würde ein Abrücken vom bisherigen Standpunkt ein nicht tolerierbarer Gesichtsverlust für China bedeuten, ebenso unverzichtbar die strategische Lage des Hochplateaus.
Kurz gefasst nochmals verinnerlicht: Zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert war die Blütezeit des damaligen tibetischen Königreiches, welches später unter mongolische Herrschaft geriet. Allerdings nahmen tibetische Geistliche großen Einfluss auf die mongolischen Monarchen und es wurde zwischen Ihnen eine Priester-Patron-Beziehung gegründet. Als die mongolische Herrschaft endete, konnte China seine Macht ausweiten. Und somit geriet Tibet zwischen 1720-1911 zeitweise in ein Abhängigkeitsverhältnis zur Mandschu Dynastie, die während dieser fast 200 Jahre wuchs und sank. Als auch diese Dynastie ihre Macht verlor, erlangte Tibet seine De-Facto-Souveränität. Mit dem Eindringen westeuropäischer Mächte Ende des 19. Jahrhunderts und Chinas gleichzeitigemVerlust der Oberhoheit über Tibet, wird dieses als Protektorat unter britische Herrschaft gestellt. Nach der Gründung der Volksrepublik China 1949 erinnerte sich der neue Rote Kaiser , Mao Zedong, an seinen Nachbarn und beschloss die Rückkehr Tibets in den Schoss seines Mutterlandes China zu erzwingen. Dieser Schachzug kam der Festigung seiner Machtposition sehr entgegen und mit dem Schlachtruf der „Befreiung vom britischen Imperialismus“war die rote Linientreue perfekt interpretiert. 1950 marschierten Truppen der Roten Armee Fraktion zu ihrem Befreiungskampf in das waffentechnisch denkbar schlecht ausgerüstete Tibet ein, erzwang 1959 ein zweifelhaftes 17 Punkte Abkommen unterschrieben von einer nicht zeichnungberechtigten tibetischen Delegation, dieser Punkt ist bis heute strittig, in dem regionale Autonomie, der Fortbestand und Schutz der tibetischen Kultur sowie insbesondere der Fortbestand der Klöster garantiert wurde. Der Unmut unter der tibetischen Bevölkerung wuchs ständig und entlud sich am 10. März 1959 in einem Volksaufstand in Lhasa bei dem 87000 Tibeter den Tod fanden. Der Dalai Lama, der gerüchteweise entführt werden sollte, konnte nach Indien flüchten. Durch die selber gewählte Isolation Tibets vom Rest der Welt, fehlte jetzt internationale Unterstützung. Eine kurzfristige Hilfestellung seitens der USA fand ebenso so schnell wieder ein Ende. Bis heute fanden 1,2 Millionen Tibeter den Tod, 6000 Klöster wurden zerstört, Bodenschätze von unvorstellbarer Menge abtransportiert, anhaltende Umweltzerstörung im großen Maß getätigt. Es stellt sich immer wieder die Frage, wie können wir helfen? Erreichen wir überhaupt etwas? Die Frage ist aber, was soll erreicht werden? Der Entscheid wie Tibeter ihre Zunkunft sehen wollen, obliegt alleine nur Ihnen! Ihnen Denkweisen und Handlungsmethoden der “Besserwissenden” aufs Auge drücken zu wollen, kann wohl keinesfalls die Lösung sein. Wo das hinführt, zeigen uns ja aktuelle Situationen weltweit. Wichtig ist es Tibet in den Medien und Köpfen der Weltbevölkerung zu halten, immer wieder auf die anhaltenden Menschrenechtsverletzungen hinweisen, Verantwortlichkeit von Politikern im eigenen Land fordern, Petitionen erwirken, jeden neuen Fall von Folter und Tod publik machen! Warum Tibet? Ja, eben Tibet, mögen sich genug andere Supporter für ebenso bedürftige Staaten, und von denen gibt es reichlich, einsetzen. Wir haben uns schon seit langer Zeit für eben dieses Tibet entschieden- kein Räucherstäbchen Shangrila – sondern ein reales Land mit realen Menschen, die realen Schmerz und Kummer genau so empfinden wie du und ich! Hier nochmal ein Hinweis auf unsere neue Tibetgruppe in Essen/NRW die noch gegründet werden will!! Also wer Lust hat – Mailen (
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
) o. Telen 0201-8753402 Tashi Delek in Kürze mit neuen Berichten. Wir halten Euch auf dem Laufenden!
Bitte registieren Sie sich oder melden Sie sich an, um einen Kommentar hinzuzufügen.
|
















