Start Presse WAZ 26.02.2008
WAZ 26.02.2008
Pressespiegel

WAZ  -  26.02.2008 (Frohnhausener Lokalkulturteil) - In der NRZ gleicher Artikel

 
Nach einem Interview zwischen einer Dame von der WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung), dem Apo-Haus und uns, kam am Dienstag den 26. Februar der erste Artikel der eines unserer Events bzw. den Verein beinhalten sollte in die Zeitung. Leider war dieser Bericht völlig tatsachenentfremdet. Aber lest lieber selber. Weiter unten findet ihr dann unseren Kommentar dazu.

 

Metal für den guten Zweck


Fans brachialer Gitarrenmusik zeigen Sozialsinn. Benefizkonzert für ein freies Tibet mit sechs Bands geplant. Im Saal des Apostelhauses rocken Nachwuchs und Stars der Szene für Waisenhaus-Projekt
Von Sonja Pizonka

Frohnhausen. Metal-Freunde mögen schwarze Kleidung tragen, eine schwarze Seele haben sie deswegen nicht. Die Mitglieder des Vereins "Metal Moshpott" haben gemeinsam mit Uwe Roth vom Apostel-Jugendhaus ein Benefiz Konzert organisiert, bei dem sie auf die Unterdrückung in Tibet hinweisen wollen. "Metal for free Tibet" heißt die kleine Konzertreihe, deren erster Teil vor einer Woche im Apo Keller großen Zuspruch fand.

Nach rund hundert Gästen im kleinen Konzertraum, wollen Roth und die Metaller nun den Saal mit rund 350 Leuten füllen. Sechs Bands werden den Fans zeigen, dass Metal nicht nur Spaß macht, sondern gleichzeitig auch Gutes bewirken kann. Die etwa 20 jugendlichen Mitglieder des Vereins wollen mit dem Konzert eine Reihe von Aktionen starten, die Metal von seiner negativen Bewertung ein wenig befreien soll. "Da rennen die Metaller bei uns im APO-Haus natürlich offene Türen ein", sagt Jugendarbeiter Uwe Roth. "Bei uns sind alle Musikrichtungen willkommen und wir sind dankbar, wenn Bands und Fans mit uns neue Wege beschreiten wollen". Angefangen hat die Zusammenarbeit mit einem spontanen Besuch von ein paar Jugendlichen in der Cafeteria des Apo-Hauses. Obwohl im Jugendbereich mittlerweile viel im Hip Hop-Sektor geschieht, war Roth gleich von der Idee eines Metal-Konzertes angetan. "Das war bisher eine sehr gute Zusammenarbeit", stellt Metal Fan Torsten(21) fest. "Das Apo-Haus ist allgemein bekannt. Da ist es nicht schwierig, Gäste für ein Konzert zu finden." Trotzdem waren die Erwartungen beim Probelauf noch niedrig gesteckt. Mit etwa 30 Besuchern hatten die Vereinsleute gerechnet.Es kamen hundert. Der Keller war voll, die Stimmung gut und die Metaller bekamen positive Rückmeldung für ihr Konzept. Interesse am Tibet-Thema ist in der Szene anscheinend vorhanden, der Wille,sich für etwas Positives einzusetzen ebenso. Die Vereinsleute haben sich kundig gemacht: Metal-Konzerte für ein freies Tibet haben sie bisher nicht gefunden. "Spendenaktionen für krebskranke Kinder oder Aktionen für Neonazis sind nicht selten, doch für Tibet hat sich noch niemand aus unserer Szene eingesetzt". Es war Gabriele Poidoks, die das Benefiz Thema vorschlug. Die 51-jährige hat musikalsich nichts ausgelassen. Zu Anfang hörte sie Jimi Hendrix und nahm danach praktische jede Musik-Stilrichtung mit. Bei den Anfängen des Metal war sie dabei und ist es geblieben, "Metaller haben allgemein einen schlechten Ruf", sagt sie. "Doch meine Erfahrungen sind anders. Bei Musikern und Fans finden sich größtenteils höchst engagierte Leute."

Auf die Anfrage haben alle Mitglieder der auftretenden Bands mit ihrer Zusage nicht gezögert. Sie unterstützten die Idee, im musikalischen Rahmen auf die Ereignisse in Tibet hinweisen und zugleich das öffentliche Bild der Szene zu verbessern. "Jeder kann bei uns seine Ideen einbringen", sagt Gabriele Poidoks, die mit dieser Offenheit schon beste Erfahrungen gemacht hat. Mit dem Thema Tibet kennt sie sich aus, hat bereits als Dolmetscherin für den Dalai Lama ausgeholfen und war froh, das ihr Anliegen auf solchen Zuspruch stieß. Ihren Kontakten ist es zu verdanken, dass der Erlös des Konzerts dem "Tadra-Projekt" zur Unterstützung tibetischer Waisenkinder gespendet wird. Uwe Roth vom Apo-Haus freut sich auf weitere Zusammenarbeit mit den engagierten Metallern. Diskussionsrunden über Texte und Provokation sind geplant, ebenso ein Workshop zur Gestaltung von Plattencovern. Roth bietet seine Unterstützung:"Im Metal bewegt sich etwas, da sind wir gern dabei." Metal für Free Tibet Einlaß zum Benefiz-Konzert "Metal für Free Tibet" im Apostel Jugendhaus beginnt am Samstag, 15. März, um 16.30 Uhr. Es spielen die Bands Path of Golonda, Kreator, Tacheless, Operation Mindfuck, My Dominion und Darkness Descended. Tom Shouter von Sodom ist ebenfalls mit dabei. Karten gibt es im Vorverkauf für 8 Euro im Apo-Haus, Mülheimerstr. 68, bei Yeah-Records und unter www.metalmoshpott.de
 

Wir beschränken uns hier erstmal mal auf die Fakten und Tatsachen die (un?)bewusst verdreht wurden.


Das "Konzert vor einer Woche" war keine Aktion für Tibet. Es sollte helfen die Tibetaktion mit zu finanzieren, aber es hat mit der Tibetidee sonst nichts zu tun gehabt.

"Roth und die Metaller" lässt es so erscheinen, dass die gesamte Aktion auf Uwe Roths Kappe geht. Dies stimmt so nicht! Mehrere Monate bevor Uwe überhaupt etwas von uns und der Aktion wusste, begannen bereits die ersten Planungen. Seitdem wird 95% der Arbeit von uns - den Mitgliedern des Metal Moshpott e.V. - gemacht. Vom Apo-Haus kamen 1. die Gelder und 2. die Lokalität. Wirklich gearbeitet wird von deren Seiten nur in Medienangelegenheiten und an den Tagen der Veranstaltung selber. Gerade bei den Veranstaltungen natürlich aber um so fleissiger.

Dass Metal keine Musikrichtung ist, die primär darauf aus ist "Spass zu machen" wissen die szeneinternen Metaller selber.
"dass Metal nicht nur Spaß macht, sondern gleichzeitig auch Gutes bewirken kann." wirft ein Licht auf die Metalszene, welches eine humanitäre Aktion zu einer Ausnahme verkommen lässt. Dass dem nicht so ist beweisen zahlreiche Benefiz-Konzerte und -Festivals in sämtlichen sozialen Bereichen.

"Die etwa 20 jugendlichen Mitglieder des Vereins" sind im jüngsten Fall 21 Jahre und sonst im Durchschnitt 25 Jahre alt. Die Vereinschefin kommt auf gut fünfzig Jahre (*IronieAN* Sie freute sich übrigens riesig über die rasche Alterung im Beitrag auf 51 Jahre *IronieAUS*).

"Angefangen hat die Zusammenarbeit mit einem spontanen Besuch von ein paar Jugendlichen in der Cafeteria des Apo-Hauses."
Auch hier bestanden die "paar Jugendlichen" aus Gründern des Vereins: Gabriele Poidoks (50 Jahre), Torsten Zielke (21), Roland Hapke (24), Jeanine Podzielny (29).
Den geplanten Besuch von erwachsenen Vertretern des Vereins kann man unbewusst wohl nur schwer dermaßen im Sinn verdrehen.

"Das war bisher eine sehr gute Zusammenarbeit", stellt Metal Fan Torsten(21) fest. "Das Apo-Haus ist allgemein bekannt. Da ist es nicht schwierig, Gäste für ein Konzert zu finden."
Angefangen damit, dass ich (da es hier nunmal mich betrifft, werde ich hier auch subjektiver in meinem Schriftbild) niemals etwas von "Das Apo-Haus ist allgemein bekannt. [...]" gesagt habe, lässt mich das Attribut "Metal Fan" in einem Licht da stehen, wie der Fussball (Hooligan) Fan aus der Ostkurve vom Verein ABC aus Was-weiß-ich-wo. Nebenher ist meine Funktion im Verein neben dem "Metal Fan"-Dasein auch noch der des 2. Vorsitzenden und Website-Administrators.

"Ihren Kontakten ist es zu verdanken, dass der Erlös des Konzerts dem "Tadra-Projekt" zur Unterstützung tibetischer Waisenkinder gespendet wird."
Der einzige Kontakt mit Herr Dr. Palden Tawo war ein kurzes Telefongespräch in welchem wir anfragten, ob wir bei der Werbung das Tadra-Projekt erwähnen dürfen. Abgesehen davon darf man sicherlich auch ohne Kontakt zu Herr Dr. Tawo spenden - ganz sicher.

"ebenso ein Workshop zur Gestaltung von Plattencovern"
Hier erscheint es, als ob das einzige was wir an Workshops unternehmen würden, eben die Gestaltung von Plattencovern wäre. Dem ist natürlich nicht so.

"Es spielen die Bands Path of Golonda, Kreator, Tacheless, Operation Mindfuck, My Dominion und Darkness Descended. Tom Shouter von Sodom ist ebenfalls mit dabei."
Hier haben wir den dicksten und schwerwiegendsten Fehler welcher von Frau Pizonka gemacht wurde.
Der Headliner heißt Path of Golconda. Kreator treten NICHT bei uns auf. Und "Tom Shouter" heißt Tom Angelripper. Die korrekten Informationen sind unserer Projektseite über Metal For Free Tibet zu entnehmen.

Wir hoffen hiermit einige Fragen geklärt zu haben. Bei weiteren Fragen könnt ihr uns über Kontakt erreichen.

Euer Metal Moshpott Team

Nachtrag: Mittlerweile hat die WAZ die Fehlerhafte Darstellung (Kreator treten auf - die Band Execrate fehlt) korrigiert - Danke.

Bitte registieren Sie sich oder melden Sie sich an, um einen Kommentar hinzuzufügen.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 27. August 2008 um 21:16 Uhr